Die Pflege nimmt im Krippenalltag einen Großteil der Zeit in Anspruch. Doch diese Zeit ist pädagogisch wertvolle Beziehungszeit zwischen Kind und Erzieherin. In dieser 1:1 Situation gehen wir auf die Bedürfnisse des Kindes nach Nähe und körperlicher Zuwendung ein und wenden uns dem Kind individuell zu.

 

Die Zeit der Pflege ist ein wichtiger Baustein für Kommunikation und Kooperation. Das Kind gestaltet dabei die Pflegesituation aktiv mit (holt eine Windel aus seinem Fach, klettert alleine die Treppe zum Wickelbereich hinauf) und darf auch eigene Entscheidungen treffen (von wem möchte ich gewickelt werden, möchte ich mich auf die Wickelkommode legen, oder doch lieber im Stehen gewickelt werden).

 

Die Sauberkeitsentwicklung ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Kindes, der einen großen Zeitraum in Anspruch nimmt und vielfältige Reifungs- und Entwicklungsprozesse voraussetzt. Experten der kindlichen Frühentwicklung sprechen daher auch bewusst von einer Entwicklung und nicht von einer Sauberkeitserziehung.

 

 


Kinder lernen am besten am Vorbild. So auch bei der Sauberkeitsentwicklung. In der Kinderkrippe sehen sie, dass ältere Kinder die Toilette benutzen. Die Erzieher unterstützen die natürliche Neugier der Krippenkinder und erklären, was dort passiert. Sie gehen gemeinsam in den Toilettenraum, sehen sich alles an und die Kinder setzen sich, auch mal einfach so, auf die Toilettenbrille.

 

Kinder wählen den Zeitpunkt ihrer Sauberkeitsentwicklung unbewusst selbst. Sie ist Teil der Autonomieentwicklung, die wir pädagogischen Fachkräfte unterstützen.